DER EWIGE KAMPF MIT FALSCHEN MITARBEITERN

Der Moment wenn du merkst dass du den falschen Mitarbeiter hast.

Heute möchte ich euch von einem Erlebnis berichten, dass mir vor wenigen Tagen am Samstag Abend passiert ist. Ich war in netter Begleitung in einem sehr bekannten Café in Ulm. Geplant war ein entspannter Abend mit ein paar Heißgetränken und eventuell ner Kleinigkeit zu essen. Also wirklich nichts weltbewegendes. Was mir aber an dem Abend widerfahren ist habe ich noch nie erlebt. Und dass der Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens maßgeblich von den Mitarbeitern beeinflusst wird, zeigt meine heutige Geschichte.

Wir kamen gegen Abend, es war vielleicht 19 Uhr, im Café an und suchten uns einen netten Platz am Fenster aus. Er war ruhig und man konnte sich unterhalten, ohne den Gesprächen der Nachbartische beizuwohnen. Als wir uns setzten und ich einen Arm auf den Tisch legte, stellte ich fest, dass der Tisch dem Anschein nach zuletzt am Eröffnungstag abgewischt wurde. Ich bat eine der Kellnerinnen höflich, den Tisch abzuwischen da er fürchterlich klebte. Sie war jedoch nicht für unseren Tisch zuständig und lief mit meiner Bitte sichtlich genervt davon um die Kollegin mit meinem Anliegen zu beauftragen, die für uns zuständig war. Man muss dazu sagen das die Dame der ich mein Anliegen schilderte, bereits einen Lappen in Händen hielt. Es wäre also für alle Beteiligten das einfachste gewesen, den Tisch einfach 5 Sekunden lang abzuwischen. Ich nehme mal vorweg, dass der Tisch erst ungefähr eine halbe Stunde später abgewischt wurde. Aber das war nur der Anfang dieses sehr ereignisreichen Abends der in die Kategorie „Wie man als Mitarbeiter seinen Chef ruiniert“ gehört.

Kurz nachdem wir uns gesetzt und den scheinbar unlösbaren Auftrag zum Tisch abwischen aufgegeben haben, wurde auch schon unsere Bestellung aufgenommen und wenig später serviert. Es schien also doch noch ein angenehmer Abend zu werden. Ich unterhielt mich mit meiner Begleitung stundenlang und die Zeit verging wie im Flug. Nach circa drei Stunden bemerkten wir, dass wir seit der Erstbestellung kein einziges Mal mehr von der Bedienung gefragt wurden ob wir noch etwas trinken möchten. Das Café war voll und in der ganzen Zeit in der wir dort saßen, haben wir einen Café, eine Flasche Wasser und einen Cappuccino bestellt. Wir haben mit nur drei Getränken einen der schönsten Tische des Cafés für rund drei Stunden besetzt. Und ich gehe davon aus, dass viele Gäste wieder gehen mussten, nachdem sie keinen Platz gefunden haben. Wir bemerkten nur deshalb nicht, das wir nicht mehr bedient wurden, weil wir uns so angeregt unterhielten. Doch wie schwer muss es sein, als Bedienung regelmäßig an den Tisch zu kommen um zu fragen ob man noch etwas trinken möchte. Gerade dann wenn die Tassen / Gläser leer sind. Das wäre umsatzfördernd für den Gastronomen und angenehmer für den Gast. Also theoretisch eine WIN/WIN Situation. Der Gastronom in meinem Beispiel hatte nur die Rechnung nicht mit seiner Servicekraft gemacht.

Nachdem wir nach rund drei Stunden feststellten, dass unsere Getränke leer waren, beschlossen wir, noch etwas zu bestellen und winkten den Kellner zu uns an den Tisch. Als er kam, wies er und darauf hin, dass seine Schicht zu Ende ist, und er nun abkassieren müsse. Wir hatten nichts dagegen, immerhin war er ja vor drei Stunden das letzte mal bei uns am Tisch. Er muss sich also anderweitig richtig verausgabt haben, dass er statt unsere Bestellung aufzunehmen, seine Abrechnung machte. Er gab uns höflich die Info, dass deine Kollegin gleich komme um die neue Bestellung aufzunehmen. Und so warteten wir weitere 20 Minuten bis die neue Kellnerin kam. Als sie dann bei uns am Tisch war, sagten wir ihr, dass wir es uns anders überlegt haben und gehen, da wir noch ein bisschen Bewegung bevorzugten. Als Antwort darauf erhielt ich von der Kellnerin einen Satz, den ich noch NIE von einer Bedienung hörte. Und ich habe inzwischen 30 Länder bereist und viele Gastronomien kennengelernt. Doch diese Aussage machte mich sprachlos. Und wer mich kennt weiß, dass das selten vorkommt. Die Kellnerin antwortete…“Das ist mir sehr recht, dass sie jetzt gehen. Sie ersparen mir Arbeit.“… Nein, es ist nicht erfunden. Es ist die Wahrheit. Dieser Satz war der Grund für den Blogbeitrag. Das wollte ich euch nicht vorenthalten.

Wenn du als Unternehmer solche Mitarbeiter hast, brauchst du keine Konkurrenz und auch keine Wirtschaftskrise. Denn du hast die Krise bereits mitten in deinem Unternehmen. Achte als Führungskraft immer auf deine Mitarbeiter. Schätze sie, belohne sie und höre ihnen zu. Doch du musst sie auch führen, leiten und ihnen Schranken weisen. Sie müssen die Leitlinien des Unternehmens verstehen. Sie müssen den Purpose, den Grund kennen, warum das Unternehmen existiert.

Teile mit mir deine Erfahrungen mit deinem Mitarbeitern. Und wenn du fragen hast schreib mir. Ich habe jahrelange Erfahrung im Bereich Unternehmens- und Mitarbeiterführung. Und wenn ich dir bei einer Herausforderung helfen kann, dann melde dich einfach per Mail an: office@marcoterracciano.de

Marco Terracciano – E-Mail: office@marcoterracciano.de

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